Bildungsprogramm Wald erfolgreich abgeschlossen
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Aufmerksam verfolgen die Teilnehmenden des BiWa- Kurses die Ausführungen von Julian Greß zum Tema Seilwinde. Foto: Horst Dieter Fuhrmann
Am Samstag, den 07.03.2026 hat im Wald bei Berngau der Abschluss des vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg- Neumarkt organisierten diesjährigen Bildungsprogramm Wald stattgefunden. An sechs Abenden und drei Samstagen von Ende Januar bis Anfang März erhielten über 40 Waldbesitzende aus den Landkreisen Amberg- Sulzbach und Neumarkt einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Themen, die bei der Waldbewirtschaftung eine Rolle spielen.
Zu Beginn der Abschlussveranstaltung begrüßte Forstdirektor Horst Dieter Fuhrmann alle Beteiligten recht herzlich und bedankte sich für deren Engagement. In seinen Ausführungen ging Forstdirektor Fuhrmann nochmals eindringlich auf die Bedeutung der Sicherheit bei der Waldarbeit ein. Bei den an diesem Tag stattfindenden Vorführungen wurde die sichere Fällung von Bäumen mit Unterstützung einer Seilwinde, sowie das Rücken des gefällten Holzes mittels eines Rückewagens mit Kran gezeigt.
Zur Vorführung der Seilwinde war der örtliche Unternehmer Clemens Kotzbauer aus Berngau, sowie Waldbesitzer Michael Seitz mit professionellem Rückewagen und Seilwinde vor Ort. Der theoretische Teil wurde von Herrn Julian Greß von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau übernommen. Nachdem die Waldbesitzenden in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, ging es los. Eine Gruppe startete mit dem theoretischen Teil, in welchem beispielsweise die nachfolgenden Fragen beantwortet wurden: Welche Sicherheitsanforderungen werden an eine Seilwinde gestellt? Welche Prüfplaketten müssen vorhanden sein und wie oft muss eine Seilwinde technisch überprüft werden?
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Auch das Holzrücken mithilfe eines Kran- Rückewagens wurde demonstriert. Foto: Horst Dieter Fuhrmann
Spannend wurde es dann auch in der Praxis. Ein Schlepper mit Seilwinde, deren Seil bereits über eine Umlenkrolle mit einem Baum verbunden war, stand hier bereit. Herr Kotzbauer erklärte: "Das Wichtigste beim Fällen eines Baumes ist die genaue Ansprache: Dies bedeutet nicht, dass man mit dem Baum redet, sondern vielmehr begutachtet, ob sich Totäste im Kronenbereich befinden und in welche Richtung der Baum sein Gewicht hat." Herr Kotzbauer empfahl dabei dringend, lieber einen Baum 5 Minuten länger zu betrachtern, als einen Fehler und damit einen Unfall zu verursachen.
Herr Seitz führte dann die fachgerechte Fällung durch und erläuterte dabei die unterschiedlichen Techniken, die dabei angewandt werden können. Herr Seitz betonte, "Es ist immer wichtig, nach dem Fällschnitt sich zügig aus dem Gefahrenbereich zu begeben. Der Baum wird nach dem Trennschnitt mit der Seilwinde über den Kipppunkt gezogen und die Schwerkraft erledigt den Rest."
Nachdem alle Fragen zur Seilwinde geklärt waren und damit das Bildungsprogramm Wald beendet war, erhielten alle Teilnehmer von Forstdirektor Fuhrmann ihre Teilnehmerurkunde. Im Anschluss wurden noch belegte Semmeln und Getränke ausgegeben und man hatte nochmals die Möglichkeit sich intensiv sowohl mit den Forstbeamten als auch mit den Forstfacharbeitern auszutauschen.

